Menschen auf Messen, Empfängen und zu anderen Anlässen fotografieren: Wie schafft man Bilder, die nicht nach Party-knipse aussehen? 

Es ist seltsam: Um auf Empfängen, bei Parties und Hochzeiten gut auszusehen, werfen sich die meisten Menschen in Schale, holen ihr bestes Kleid aus dem Schrank, polieren die Schuhe und gehen zum Friseur.

Und auf Onkel Bobs Bildern vom Event sehen sie aus wie 18 jährige picklige Teenager nach zu viel Bierkonsum: Glänzend und berauscht, rotäugig und unscharf, flach angeblitzt oder unscharf. In kleinen Haufen mit dem Rücken zur Kamera oder aufgereiht wie die Hühner auf der Stange.

Hier nun ein paar Dinge die mir mir helfen natürliche und brauchbare Fotos von Events zu schießen.

Unsichtbar werden. Die meisten Menschen reagieren sofort, wenn man mit der Kamera in ihre Nähe kommt: Sie posieren, blicken ins Objektiv, und versuchen sicher zu stellen, dass sie gut aussehen. Die Aufnahmen aus diesen Momenten wirken meist künstlich und nicht immer sehr vorteilhaft. Aber nach kurzer Zeit wird der Fotograf meistens nicht mehr wahrgenommen, die Aufmerksamkeit kehrt zurück zum Event, und jetzt werden die Fotos authentischer – dranbleiben!

Freistellen und isolieren. Die Blende wird man bei ungünstigen Lichtverhältnissen sowieso weit offen haben. Also lohnt es sich, die Menschen durch die Wahl des eigenen Standpunkts vor einen Hintergrund zu bringen, der in der völligen Unschärfe einen schönen Kontrast und dennoch Lebhaftigkeit und Dynamik bringt.

Lieber Rauschen als Schlagschatten. Ein bisschen Rauschen stört viel weniger als hässliche Schlagschatten und abgesoffene Hintergründe: ISO 1000 und mehr erlaubt bei relativ großer Blende Belichtungszeiten, die  Menschen noch scharf werden lassen und mit verwischten Details für Dynamik sorgen.

Experimentieren. Es gibt nicht nur Hoch- und Querformat, und nicht jedes Bild muss auf Augenhöhe aufgenommen werden.

Die Lokation nicht vergessen. Die meisten Veranstalter geben sich richtig Mühe mit Ihren Dekorationen und dem herrichten der Lokation.