Grüne Flasche, dunkle Flecken,
der alte Deckel voller Rost,
Zufall ließ sie mich entdecken,
den Inhalt einer Flaschenpost.

Weißes Papier mit blauer Schrift,
zog mich sofort in seinen Bann,
sah Hände, Augen, einen Stift,
las Worte die ein Mensch ersann.

Du mein Herz, war da zu lesen,
bin nun an unsrem Lieblingsort,
werfe jetzt was einst gewesen,
mit diesem Brief für ewig fort.

Schreibe dir mit diesen Zeilen,
zum letzten Mal, ich liebe Dich,
meine Wunden werden heilen,
doch Leiden muss ich bitterlich.

Schenke dir nun deine Freiheit,
treibe mit den Wellen weiter,
Gefühle sterben mit der Zeit,
doch die Narben werden breiter.

Sollte dich mal jemand finden,
der mutlos ist und auch allein,
schau, nun sitz’ ich unter Linden,
denn Träume bleiben immer dein.

Quelle: Unbekannter Autor

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