Ich sehe einen Weg. Einen Weg durch die Bäume. Es ist nebelig am anderen Ende Nein, eigentlich ist dort kein Ende.
Nur eine Biegung. Eine Wegbiegung. Die mich nicht erkennen lässt. Was hinter ihr auf mich wartet.
Vielleicht mehr Nebel. Vielleicht mehr Bäume. Vielleicht etwas Trostloses. Etwas Gefährliches.
Ich weiß, ich muss diesen Weg gehen. Egal, was dort auf mich wartet. Denn gehe ich ihn nicht. Dann werden auch mir Wurzeln wachsen.
Und ich werde stehen und horchen. Wie die Bäume am Wegrand. Darauf hoffen, dass mich jemand bemerkt. Ich werde verloren gehen.
In der Einsamkeit. In dem Meer von Hunderten von Bäumen. Jeder sieht mich. Doch keiner nimmt mich wahr.
Und so gehe ich weiter. In den Nebel. In das Ungewisse. Ich folge dem Weg. Bis zu seinem Ende…

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Gedicht von: Bettina Seeger

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